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Qualifizierung

Jungenarbeit ist gleichermaßen Haltung und zielgerichteter Einsatz jungenspezifischen Wissens und Handwerkszeugs, daher bedarf es eines differenzierten, vielfältigen Qualifizierungsangebot, um Fachkräfte angemessen unterstützen und begleiten zu können.

Die Fachstelle Jungenarbeit bietet in Kooperation mit verschiedenen Trägern in NRW unterschiedliche Wege der Qualifizierung, die sich von 1-Tages-Veranstaltung zu konkreten Handlungsfeldern oder Methoden bis zu mehrtägige, berufsbegleitenden Qualifizierungsmaßnahmen zur Jungenarbeit erstrecken.

verweiszeichen Von der Arbeit mit Jungen zur Jungenarbeit
verweiszeichen Irgendwie anders?! Fortbildungen zur geschlechtsbezogenen Arbeit mit Jungen
verweiszeichen Geballt- Gewaltprävention in interkulturellen Kontexten
verweiszeichen Individuelle Förderung – der geschlechtsbezogene Blick auf Jungen im Schulalltag

Über die beschriebenen Qualifizierungsangebote hinausgehend besteht die Möglichkeit die Fachstelle Jungenarbeit NRW bei geplanten Fortbildungs- und Tagungsveranstaltungen als Referent für Vorträge, Workshops, Seminare etc. anzufragen. Ebenso unterstützt sie bei der Suche nach weiteren geeigneten Referenten und vermittelt diese gegebenenfalls.
Den Veranstaltungskalender zu den verschiedenen Qualifizierungsangeboten der LAG Jungenarbeit NRW können sie hier abrufen.
Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die Fachstelle Jungenarbeit NRW.

Von der Arbeit mit Jungen zur Jungenarbeit

In Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Rheinland – Landesjugendamt und dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe – Jugendhof Vlotho wird der berufsbegleitende Qualifizierungskurs „Von der Arbeit mit Jungen zur Jungenarbeit“ angeboten. Dieser richtet sich an männliche Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendhilfe, sowie Schule, ist 3-modulig aufgebaut und läuft über mehrere Monate.

Modul 1 ist ein Qualifizierungsmodul zu Grundlagen geschlechtsbezogener Pädagogik mit Jungen.
In Modul 2 (Praxismodul) entwickeln die Teilnehmer ein Jungenprojekt und führen dieses in ihrer Einrichtung durch; außerdem haben sie den Auftrag, zur Etablierung von Jungenarbeit in ihren Einrichtungen beizutragen.
In Modul 3 (Reflexionsmodul) wird die erfahrene Praxis präsentiert und gemeinsam beraten.

Die Qualifizierung basiert auf der von der Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit NRW e.V. im Jahr 2002 für das Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie des Landes NRW verfassten Expertise „Von der Arbeit mit Jungen zur Jungenarbeit“ und wird seit 2002 fortlaufend angeboten.

Die aktuelle Ausschreibung zur Qualifizierung im Rheinland als pdf Logo pdf-Datei.
Die aktuelle Ausschreibung zur Qualifizierung in Westfalen als pdf Logo pdf-Datei.

Irgendwie anders?! Fortbildungen zur geschlechtsbezogenen Arbeit mit Jungen

In Kooperation mit Mitgliedsorganisationen der LAG Jungenarbeit werden Fortbildungen für Fachkräfte aus Arbeitsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe, aber auch aus dem Bereich Schule zu verschiedenen Feldern geschlechtsbezogener Pädagogik mit Jungen durchgeführt und als Veranstaltungsreihe seit 2008 in dieser Weise realisiert.

Der Leitidee „Von der Praxis für die Praxis“ folgend, sind die Angebote von in der Jungenarbeit Tätigen praxisorientiert, aktuell und alltagstauglich konzipiert.

In der Regel handelt es sich um eintägige Veranstaltungen z.B. zum Einstieg in die Jungenarbeit, zu Methoden in der Jungenarbeit, zur Arbeit mit schwierigen Jungen, zur Lebens- und Zukunftsplanung oder auch sexualpädagogische Arbeit mit Jungen, die deutlich arbeitsfeld- und anwendungsbezogen sind.

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe können hier abgerufen werden.

Falls Sie in Ihrer Einrichtung oder Organisation die hier aufgeführten Qualifizierungsangebote mit Ihren Kollegen oder einem anderen größeren Kreis von interessierten Fachkräften aus der Region durchführen möchten, rufen Sie uns einfach an. Die Angebote lassen sich, und werden teilweise bereits, direkt vor Ort als Inhouse-Veranstaltung durchgeführt.

Geballt- Gewaltprävention in interkulturellen Kontexten

Diese Qualifizierungsreihe verknüpft die drei Felder „Interkulturelle Kompetenz und Haltung“, „Kooperation“ und „geschlechtsbezogene Arbeit mit Jungen“ und bietet eine bedarfsorientierte Gewichtung und inhaltlich je unterschiedliche Konkretisierungen dieser Felder.

Die Qualifizierung ist eine umfassende und intensive Fortbildung für Träger, Einrichtungen und Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe.

Sie legt den Fokus auf migrations- und geschlechtspezifische Erfordernisse im Bereich der Gewaltprävention und Integration, stellt exemplarische Arbeit mit jugendlichen Zielgruppen vor und ermöglicht eine Erweiterung der eigenen Fach- und Sachkompetenz hinsichtlich des Themenkomplexes „Jungen, Gewalt und Integration“.

Weitere Informationen zur Qualifizierung können hier abgerufen werden.
Flyer pdf Logo zur Qualifizierung „Geballt“

Individuelle Förderung – der geschlechtsbezogene Blick auf Jungen im Schulalltag

Der Bereich Schule ist aus geschlechtsspezifischer Sicht dreifach aktuell:

1. Die verschiedenen Leistungsvergleichsstudien (PISA, IGLU …), haben mit ihrer
geschlechtsdifferenzierten Darstellung für eine Aufmerksamkeit bzgl. der Schulbiographie von Jungen gesorgt.
2. Mittlerweile ist der Offene Ganztag im Primarbereich nahezu flächendeckend eingeführt
und ein Ausbau an weiterführenden Schulen in Nordrhein-Westfalen ist angestrebt. Hierfür stellt das Land NRW 2009/2010 insgesamt 175 Millionen Euro zur Verfügung.
3. Auf Basis eines Erlasses des Ministeriums für Schule und Weiterbildung NRW ist es seit
2008 möglich unabhängig von der Schulform (also auch Grundschulen, Hauptschulen, Realschulen und Förderschulen) pädagogische Fachkräfte für Schulsozialarbeit auf veranschlagten Lehrkraftsstellen zu beschäftigt und das Schulprogramm um sozialpädagogische Inhalte und Angebote zu erweitern.

Vor diesem Hintergrund stellt sich für Schulen die Frage wie in Kooperation mit Trägern der Kinder- und Jugendhilfe insbesondere Jungenarbeit als fachlicher Qualitätsbeitrag in den Ganztags- und Schulsozialarbeitsbereich integriert und wie der Unterricht geschlechtsspezifisch gestaltet werden kann.

Die Fachstelle Jungenarbeit NRW bietet Beratung und Qualifizierung mit Blick auf die Umsetzung von jungenspezifischen Gruppenangeboten, z.B. in einer engeren Verzahnung von Unterricht und Betreuung gerade mit Blick auf die Förderung von Jungen, sozialpädagogischen Angeboten z.B. zur Gewaltprävention, Sexualpädagogik oder auch Zukunft- und Lebensplanung von Jungen und die Möglichkeiten geschlechtsspezifischer Unterrichtsgestaltung. Sie arbeitet hier mit erfahrenen Referenten zusammen und deckt u.a. folgende Themen ab:

Geschlechtsbezogene Arbeit im Schulkontext - geschlechtssensible Didaktik
Kooperation von Schule und Jugendhilfe
Jungenarbeit in interkulturellen Kontexten
Entwicklung von schulischen (Gewalt-)Präventionskonzepten
Jungen und Mobbing
Lebensplanung, Berufsorientierung und Elternarbeit in Schulprogrammen
sexualpädagogische Arbeit mit Jungen
Medien- und Jugendkulturen
Crosswork – wenn Frauen mit Jungen arbeiten


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