
Jungenarbeit ist, so Pech 1999 (vgl. S. 71), eine der wenigen Erfolgsgeschichten der Pädagogik der letzten 10 Jahre. Neben einer quantitativen Ausweitung in den verschiedenen Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe, als auch in Schule und weiteren Institutionen formaler Bildung , erfährt diese insbesondere in den letzten 3-5 Jahren im Zuge der Auseinandersetzungen um Jungen als (vermeintliche) Bildungsverlierer auch eine qualitative Ausformung und Differenzierung, die u.a. mit den Stichpunkten intersektionale Erweiterung von Jungenarbeit zu fassen sind.
Im Folgenden wird die Geschichte der Jungenarbeit von Mitte der 1980‘er bis Anfang der 2000‘er nachgezeichnet.
Hierbei werden insbesondere die verschiedenen Positionen und Begründungszusammenhänge zusammengeführt, unter denen die Diskussion um Konzepte und Entwicklungen von Jungenarbeit zu fassen sind.
U.a. sind dies:
- Antisexistische Jungenarbeit zur Aufhebung patriarchaler Unterdrückung (Mitte 80er - Ende 90er Jahre)
- Jungenarbeit zur Aufhebung patriarchaler Verstrickungen (seit Anfang 90er Jahre)
- Jungenarbeit als Begleitung in unsicheren Zeiten (seit Anfang 90er)
- Jungenarbeit zur Auflösung zweigeschlechtlicher Normierung (seit Anfang 90er Jahre)
- Jungenarbeit zur Wiederherstellung wahrer Männlichkeit (seit Mitte 90er Jahre)
- Abschied vom Benachteiligungsblick – Entdeckung individueller Jungen (und Mädchen) (seit 2000)
Text: Geschichte der Jungenarbeit (
-Datei, 16 Seiten) herunter laden
Pech, Detlef (2009): Ziele von Jungenarbeit und ihre Reibungspunkte mit Schule. In: ders.: Jungen
und Jungenarbeit. Eine Bestandsaufnahme des Forschungs- und Diskussionsstandes. Balt-
mannsweiler, s. 71-82.
![]()
![]() |
Sitemap | I | Impressum |